{"id":57,"date":"2014-04-07T12:12:18","date_gmt":"2014-04-07T12:12:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lebenshilfe-kv-gg.de\/?page_id=57"},"modified":"2021-07-14T12:12:32","modified_gmt":"2021-07-14T12:12:32","slug":"infomaterialien","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.lebenshilfe-kv-gg.de\/?page_id=57","title":{"rendered":"Philosophie"},"content":{"rendered":"<p><button id=\"listenButton1\" class=\"responsivevoice-button\" type=\"button\" value=\"Play\" title=\"ResponsiveVoice Tap to Start\/Stop Speech\"><span>&#128266; Seite vorlesen lassen<\/span><\/button>\n        <script>\n            listenButton1.onclick = function(){\n                if(responsiveVoice.isPlaying()){\n                    responsiveVoice.cancel();\n                }else{\n                    responsiveVoice.speak(\"Als gemeinn\u00fctziger Verein, der sich der Arbeit mit Menschen mit einer Behinderung verschrieben hat, sehen wir es als eine unserer origin\u00e4ren Aufgaben, f\u00fcr die Rechte und W\u00fcnsche von Menschen mit einer Behinderung in der Gesellschaft einzustehen. Unsere daraus abgeleiteten Leits\u00e4tze gelten ebenso f\u00fcr unsere Mitarbeiter*innen, mit denen zusammen wir die folgenden Tipps f\u00fcr den Umgang mit Menschen mit einer Behinderung formuliert haben: Es ist besonders wichtig, sich immer wieder vor Augen zu f\u00fchren, was Menschen mit einer Behinderung sind: Menschen. Entsprechend diesem Credo sind sie zu behandeln. Sie k\u00f6nnen und d\u00fcrfen nicht auf eine Behinderung reduziert werden, die nur einen Teilaspekt einer Person darstellt. Die Akzeptanz von Menschen mit einer Behinderung sollte als Fundament f\u00fcr das eigene Handeln dienen. Normalit\u00e4t zu schaffen ist ein weiterer wichtiger Punkt, der dazu f\u00fchrt, dass sich Menschen mit einer Behinderung akzeptiert und wertgesch\u00e4tzt f\u00fchlen. Dies wird weiter gef\u00f6rdert, wenn die korrekten Fachbegriffe genutzt werden, um \u00fcber Behinderungen zu sprechen. Unter allen Umst\u00e4nden sollte davon abgesehen werden, beleidigende und abwertende Begriffe zu verwenden. Damit auch Menschen mit einer Behinderung ein weitgehend selbstbestimmtes Leben f\u00fchren k\u00f6nnen, d\u00fcrfen sie nicht bevormundet werden und ein \u201eNein\u201c muss akzeptiert werden. Die einzige Ausnahme gilt, falls die Konsequenzen des selbstbestimmten Handelns gesundheitsgef\u00e4hrdend f\u00fcr jemanden sein k\u00f6nnten. M\u00f6chte man mit einer Person mit einer Behinderung sprechen, so sollte man sie immer direkt ansprechen und nicht stattdessen mit einem*r m\u00f6glichen Assistent*in reden. Im Gespr\u00e4ch sollte man dann darauf achten, genauso respektvoll und h\u00f6flich zu sein, wie man das im Gespr\u00e4ch mit anderen Menschen auch w\u00e4re. Blickkontakt und das Siezen von erwachsenen Menschen ist ebenfalls ein Muss. Damit das Gegen\u00fcber auch gut verstehen kann, was man sagen m\u00f6chte, ist es hilfreich, pr\u00e4zise und zielgerichtet zu kommunizieren. Besonders sinnvoll ist es, einfache oder leichte Sprache zu verwenden. Dabei sollten kurze, klare S\u00e4tze formuliert werden, die weder Fremdw\u00f6rter noch Zahlen enthalten. Falls\u00a0sich beispielsweise eine Person mit Sehbehinderung in einem Gespr\u00e4ch befinden, ist es dennoch in Ordnung Floskeln wie \u201eAuf Wiedersehen\u201c zu verwenden. Peinlich wird es erst, wenn man verzweifelt versucht, solche Formulierungen zu vermeiden. Bei der Wahl des Gespr\u00e4chsthemas sollte darauf geachtet werden, nicht allein \u00fcber die Behinderung des Gespr\u00e4chspartners zu sprechen, da dies kein sehr wertsch\u00e4tzendes Verhalten widerspiegelt. Falls pflegerische T\u00e4tigkeiten notwendig sein sollten, ist es ratsam, sich daf\u00fcr einen geeigneten Ort zu suchen. Wenn m\u00f6glich ist es auch sinnvoll eine zweite Betreuungsperson darum zu bitten, w\u00e4hrend der pflegerischen T\u00e4tigkeit anwesend zu sein. Dadurch kann gew\u00e4hrleistet werden, dass es in dieser intimen Situation nicht zur \u00dcberschreitung von pers\u00f6nlichen Grenzen kommt. Au\u00dferdem sollte man den kompletten Vorgang mit erkl\u00e4renden Worten begleiten. Dies sorgt f\u00fcr eine gewisse Sicherheit und Akzeptanz der betreuten Person gegen\u00fcber der betreuenden Person. Hilfe ist ein weiteres wichtiges Medium, um Wertsch\u00e4tzung zu vermitteln. Damit auch hier selbstbestimmtes Handeln gef\u00f6rdert wird, sollte abgewartet werden, bis die jeweilige Person selbst versucht hat, die betreffende Sache zu erledigen. Erst wenn das nicht geklappt hat oder die Person selbst nach Hilfe fragt, sollte ihr auch geholfen werden. Lehnt die Person die Hilfe, die ihr angeboten wurde ab, muss diese Entscheidung akzeptiert werden. Ein weiteres Thema, das uns am Herzen liegt, ist der Schutz unserer Kund*innen vor jeder Form von Gewalt - insbesondere sexuelle Gewalt - durch Mitarbeiter*innen. Auch bei Gewalt zwischen unseren Kund*innen sowie bei vermuteter Kindeswohlgef\u00e4hrdung haben wir ein strukturiertes Vorgehen. Mehr dazu steht in unserem Schutzkonzept: Schutzkonzept\", \"Deutsch Female\");\n                }\n            };\n        <\/script>\n    <\/p>\n<p>Als gemeinn\u00fctziger Verein, der sich der Arbeit mit Menschen mit einer Behinderung verschrieben hat, sehen wir es als eine unserer origin\u00e4ren Aufgaben, f\u00fcr die Rechte und W\u00fcnsche von Menschen mit einer Behinderung in der Gesellschaft einzustehen. Unsere daraus abgeleiteten Leits\u00e4tze gelten ebenso f\u00fcr unsere Mitarbeiter*innen, mit denen zusammen wir die folgenden Tipps f\u00fcr den Umgang mit Menschen mit einer Behinderung formuliert haben:<\/p>\n<\/p>\n<p>Es ist besonders wichtig, sich immer wieder vor Augen zu f\u00fchren, was Menschen mit einer Behinderung sind: Menschen. Entsprechend diesem Credo sind sie zu behandeln. Sie k\u00f6nnen und d\u00fcrfen nicht auf eine Behinderung reduziert werden, die nur einen Teilaspekt einer Person darstellt.<\/p>\n<p>Die Akzeptanz von Menschen mit einer Behinderung sollte als Fundament f\u00fcr das eigene Handeln dienen. Normalit\u00e4t zu schaffen ist ein weiterer wichtiger Punkt, der dazu f\u00fchrt, dass sich Menschen mit einer Behinderung akzeptiert und wertgesch\u00e4tzt f\u00fchlen. Dies wird weiter gef\u00f6rdert, wenn die korrekten Fachbegriffe genutzt werden, um \u00fcber Behinderungen zu sprechen. Unter allen Umst\u00e4nden sollte davon abgesehen werden, beleidigende und abwertende Begriffe zu verwenden.<\/p>\n<p>Damit auch Menschen mit einer Behinderung ein weitgehend selbstbestimmtes Leben f\u00fchren k\u00f6nnen, d\u00fcrfen sie nicht bevormundet werden und ein \u201eNein\u201c muss akzeptiert werden. Die einzige Ausnahme gilt, falls die Konsequenzen des selbstbestimmten Handelns gesundheitsgef\u00e4hrdend f\u00fcr jemanden sein k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>M\u00f6chte man mit einer Person mit einer Behinderung sprechen, so sollte man sie immer direkt ansprechen und nicht stattdessen mit einem*r m\u00f6glichen Assistent*in reden. Im Gespr\u00e4ch sollte man dann darauf achten, genauso respektvoll und h\u00f6flich zu sein, wie man das im Gespr\u00e4ch mit anderen Menschen auch w\u00e4re. Blickkontakt und das Siezen von erwachsenen Menschen ist ebenfalls ein Muss. Damit das Gegen\u00fcber auch gut verstehen kann, was man sagen m\u00f6chte, ist es hilfreich, pr\u00e4zise und zielgerichtet zu kommunizieren. Besonders sinnvoll ist es, einfache oder leichte Sprache zu verwenden. Dabei sollten kurze, klare S\u00e4tze formuliert werden, die weder Fremdw\u00f6rter noch Zahlen enthalten. Falls\u00a0sich beispielsweise eine Person mit Sehbehinderung in einem Gespr\u00e4ch befinden, ist es dennoch in Ordnung Floskeln wie \u201eAuf Wiedersehen\u201c zu verwenden. Peinlich wird es erst, wenn man verzweifelt versucht, solche Formulierungen zu vermeiden. Bei der Wahl des Gespr\u00e4chsthemas sollte darauf geachtet werden, nicht allein \u00fcber die Behinderung des Gespr\u00e4chspartners zu sprechen, da dies kein sehr wertsch\u00e4tzendes Verhalten widerspiegelt.<\/p>\n<p>Falls pflegerische T\u00e4tigkeiten notwendig sein sollten, ist es ratsam, sich daf\u00fcr einen geeigneten Ort zu suchen. Wenn m\u00f6glich ist es auch sinnvoll eine zweite Betreuungsperson darum zu bitten, w\u00e4hrend der pflegerischen T\u00e4tigkeit anwesend zu sein. Dadurch kann gew\u00e4hrleistet werden, dass es in dieser intimen Situation nicht zur \u00dcberschreitung von pers\u00f6nlichen Grenzen kommt. Au\u00dferdem sollte man den kompletten Vorgang mit erkl\u00e4renden Worten begleiten. Dies sorgt f\u00fcr eine gewisse Sicherheit und Akzeptanz der betreuten Person gegen\u00fcber der betreuenden Person.<\/p>\n<p>Hilfe ist ein weiteres wichtiges Medium, um Wertsch\u00e4tzung zu vermitteln. Damit auch hier selbstbestimmtes Handeln gef\u00f6rdert wird, sollte abgewartet werden, bis die jeweilige Person selbst versucht hat, die betreffende Sache zu erledigen. Erst wenn das nicht geklappt hat oder die Person selbst nach Hilfe fragt, sollte ihr auch geholfen werden. Lehnt die Person die Hilfe, die ihr angeboten wurde ab, muss diese Entscheidung akzeptiert werden.<\/p>\n<\/p>\n<p>Ein weiteres Thema, das uns am Herzen liegt, ist der Schutz unserer Kund*innen vor jeder Form von Gewalt &#8211; insbesondere sexuelle Gewalt &#8211; durch Mitarbeiter*innen. Auch bei Gewalt zwischen unseren Kund*innen sowie bei vermuteter Kindeswohlgef\u00e4hrdung haben wir ein strukturiertes Vorgehen. 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