„Stadtradeln“: Mitmachaktion für den Klimaschutz – Groß-Gerau ist dabei

Radfahren macht Spaß, ist gut für Gesundheit wie Klima und fördert die Fitness. Für die Kreisstadt Groß-Gerau Grund genug, die vom Klimabündnis – einem kommunalen Netzwerk zum Klima-Schutz – initiierte Mitmach-Aktion „Stadtradeln“ zu unterstützen, bei der Aktion aktiv mitzumachen. Ziel der bundesweit angebotenen Aktivität ist es, den Wert des Fahrradfahrens für den Klimaschutz stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.

Im Landkreis Groß-Gerau fällt der Startschuss für das „Stadtradeln“ am Sonntag, 22. Mai 2016, und endet am Samstag, 11. Juni 2016. Ergänzend zu Magistrat, Stadtverordneten und Beschäftigten der kommunalen Verwaltung richtet die Stadt Groß-Gerau den Appell zum Mitwirken auch an die Bevölkerung.

Während des Aktionszeitraums ist jeder einzelne Bürger aufgerufen, kräftig in die Pedale zu treten, möglichst viele Wegstrecken mit dem Fahrrad zurückzulegen. Die beruflich wie privat gefahrenen Kilometer gilt es zu erfassen und auf der Internetseite www.stadtradeln.de dem „Stadtradel“-Team der Heimatkommune – in diesem Fall Groß-Gerau – zuzuordnen. Schließlich ist es Plan der Kreisverwaltung jene Gemeinde oder Stadt auszuzeichnen, die sich innerhalb des Aktionszeitraumes als aktivste Fahrrad-Kommune im Landkreis erwiesen hat. Und da möchte sich Groß-Gerau auf jeden Fall gut positionieren.

Um ein sichtbares Signal für den Auftakt der Aktionswochen „Stadtradeln“ in der Kreisstadt Groß-Gerau zu setzen, unternehmen einige Beschäftigte der Stadtverwaltung gemeinsam mit Bürgermeister Stefan Sauer am Montag, 23. Mai 2016, um 13:00 Uhr eine kleine Rad-Rundfahrt durch die Innenstadt. Gäste sind willkommen und eingeladen, die Radfahrer-Gruppe auf ihrer Rundtour zu begleiten.

Quelle: gg24.de

Resümee unserer ersten Vorsitzenden Kathi Schmidt über den Aktionstag zum 5. Mai

Am Samstag, den 30.04.2016 beteiligte sich die Lebenshilfe Groß-Gerau am Aktionstag der Aktion Mensch. Thema in diesem Jahr war die Barrierefreiheit unserer Stadt. Unser Informationsstand war an einem zentralen Ort in der Innenstadt von Groß-Gerau platziert, so dass an dem sonnigen Samstag Vormittag zahlreiche Passanten vorbeikamen.

Wir stießen mit unserem Stand auf sehr großes Interesse in der Groß-Gerauer Bevölkerung. Wir hatten viele gute Gespräche. Niemand fühlte sich von uns belästigt. Im Gegenteil war zu spüren, dass ein großer Teil der Groß-Gerauer Bevölkerung schon vielfältige Erfahrungen mit Barrieren in jeder Hinsicht gemacht hat und sich sehr gerne darüber austauschte.

WP_20160430_11_57_21_ProSo klebten auch alle bereitwillig ihre Punkte. Die Groß-Gerauer bemängelten beispielsweise, dass Bordsteinkanten häufig zu hoch sind. Fast alle Geschäfte in der Darmstädter Straße sind nur über mindestens eine Stufe zu erreichen, Rampen gibt es dort nur selten. Die Groß-Gerauer lobten jedoch die Hilfsbereitschaft der Mitarbeiter/innen in den Geschäften sehr. Ebenso wurde bemängelt, dass es am Groß-Gerauer Bahnhof nach wie vor keinen Aufzug gibt und es nicht an allen Bushaltestellen möglich ist, ebenerdig in die Busse einzusteigen. Gehwege sind häufig zu eng oder werden mit Ausstellware zugestellt, Autos parken zu dicht am Gehweg, so dass oft nur ein schmaler Weg begangen werden kann. Nicht alle öffentlichen Gebäude (z. Bsp. das Historische Rathaus, Schulen oder die Bühne der Stadthalle) verfügen über einen barrierefreien Zugang.

Die Vorstandsmitglieder machten in den Gesprächen immer wieder deutlich, dass Barrierefreiheit nicht nur für Körperbehinderte wichtig ist. Viele Menschen kommen beispielsweise nicht mit der Bedienung von Bankautomaten, Fahrkartenautomaten oder dem Informationssystem im öffentlichen Personenverkehr zurecht. Auch dies stellt für viele Menschen Barrieren dar. Für einige der Passanten war dies ein völlig neuer Aspekt.

WP_20160430_11_01_04_ProGroß-Gerau wurde hinsichtlich der Barrierefreiheit von der Bevölkerung mit schlecht bis mittelmäßig bewertet. Hierzu passt das Zitat eines Passanten: „Es ist nicht alles schlecht. Aber vieles könnte viel besser sein.“

Wir wünschen uns, dass in Groß-Gerau das, was besser sein könnte, bei zukünftigen Baumaßnahmen auch wirklich besser gemacht wird und mehr darüber nachgedacht wird, wie bestehende Gebäude und Systeme barrierefrei gestaltet werden können, so dass mehr Menschen an einem selbstbestimmten Leben teilhaben können.

Beim Aktionstag dabei waren: Dennis Mücke, Sabine Mücke, Inge Auer, Heinz Neidhardt, Katja Achtmann und Kathi Schmidt

Kurz, knapp, leicht – Es gibt ein Recht auf verständliche Sprache und Teilhabe

In einem Gastbeitrag in der Frankfurter Rundschau referieren die Bundesvorsitzende der Lebenshilfe, Ulla Schmidt, und der SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann über die Schwierigkeiten, die das komplizierte Amtsdeutsch verursacht.

Beide setzen sich dafür ein, Texte in Leichter Sprache zu verfassen. Dies hilft nicht nur Menschen mit Behinderung, sondern auch Menschen mit anderen Muttersprachen oder Flüchtlingen. Letztlich hilft Leichte Sprache allen Menschen, indem sie komplexe und schwer verständliche Themen in einfachen und klar verständlichen Worten wiedergibt.

Auch in der Politik hat man mittlerweile erkannt, wie wichtig Leichte Sprache ist. Die Seite des Bundestages, Wahlunterlagen, eine Datenbank für den Umgang mit Ämtern (Idema) und vieles mehr wird mittlerweile in Leichter Sprache angeboten.

Kritiker sagen zwar, dass die deutsche Sprache so verunglimpft werde, aber Leichte Sprache will sie ja nicht ersetzen, sondern vielmehr ergänzen, um allen Menschen den Zugang zu Informationen zu ermöglichen.

Den sehr lesenswerten Artikel finden Sie [hier].

Mehr Informationen zu Leichter Sprache finden Sie [hier].

Auch wir schreiben bereits viele unserer Angebote und Programme in Leichter Sprache aus, um unseren Kundenkreis noch direkter ansprechen und erreichen zu können.

Barrierefreiheit von Groß-Gerau bewertet

IMG-20160511-WA0000Die Ergebnisse des Aktionstages zum 5. Mai, bei dem die Barrierefreiheit von Groß-Gerau für Menschen mit Behinderung bewertet wurde, fielen leider ernüchternd aus. Die Mehrheit der Bürger gibt der Stadt eher mäßige bis schlechte Noten. Es besteht also noch Potential zur Verbesserung. Die Ergebnisse wurden sowohl Aktion Mensch, als auch dem Magistrat der Stadt mitgeteilt. Wir hoffen, dass dies ein Zeichen für die Stadt ist, bei allen zukünftigen Baumaßnahmen vermehrt die Belange und Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung einzubeziehen.

Auch das Groß-Gerauer Echo widmete sich dem Aktionstag und unserer Arbeit mit einem großen Artikel:
[Echo-Artikel: Wichtig sind hilfsbereit Menschen]

Der Kreis rollt am autofreien Sonntag

Liebe Freunde der Lebenshilfe,

derKreisrollt-200mm-hoch-9f740bdfwir werden am autofreien Sonntag im Kreis Groß-Gerau am 22.05.2016 teilnehmen und möchten Sie herzlich dazu einladen. Für einen Tag können Sie ohne Hektik und Verkehrslärm die Straßen als Radler, Skater oder Fußgänger nutzen. Wir möchten gerne mit Ihnen gemeinsam einen Teil der autofreien Strecke zu Fuß, als Skater oder auf dem Fahrrad zurücklegen.

Wir werden an diesem Tag vom Edeka-Markt in Klein-Gerau nach Büttelborn laufen oder rollen. In Büttelborn erwartet uns ein buntes Programm aus Live-Musik, Unterhaltung und verschiedenen Essensständen.

Wenn Sie mit uns rollen wollen, rufen Sie uns einfach kurz an, wir nennen Ihnen dann die genauen Zeiten. Weitere Informationen über den autofreien Sonntag finden Sie unter [Der Kreis rollt].

Großzügige Spende der Merck KGaA ermöglicht es uns, zwei neue GoKarts anzuschaffen


Dank einer Spende aus der Rest-Cent-Aktion der Merck KGaA war es uns möglich, zwei neue GoKarts anzuschaffen.

Bei vielen unser Angebote für Kinder und Jugendliche mit Behinderung sind unsere bisherigen zwei GoKarts extrem begehrt. Ob Ferienbetreuung, Montags- oder Dienstagstreff, kaum vergeht ein Termin, an denen nicht nach unseren GoKarts gefragt wird. Uns war es deshalb ein Anliegen, noch weitere anzuschaffen, weil sich zwei stets als zu wenig herausstellten.

DSC_2363Umso mehr freuen wir uns, dass wir von der Firma Merck KGaA und deren Mitarbeitern mit einer Spende von 1000€ bedacht wurden, die es uns ermöglicht hat, zwei zusätzliche GoKarts anzuschaffen, die auch umgehend von dem Teilnehmern genutzt wurden.

Weil zahlreiche Merck-Mitarbeiter seit dem Beginn der Aktion 1989 freiwillig auf die Centbeträge auf ihrer Gehaltsabrechnung verzichten, können jedes Jahr zahlreiche Vereine und Einrichtungen Spenden zur Unterstützung ihrer sozialen Arbeit erhalten. Der Betrag, der auf dieses Weise zustande kommt, wird durch die Geschäftsführung schließlich noch verdoppelt.

Wir danken der Merck KGaA, die unsere Arbeit für Menschen mit Behinderung aktiv unterstützt.

 

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250€ von der Basargruppe St. Walburga für unseren Montagstreff

Frau Eilerts, Herr Bormann (Geschäftsführer der Lebenshilfe), Frau Hanke

Frau Eilerts, Herr Bormann (Geschäftsführer der Lebenshilfe), Frau Hanke

Die Frauen der Basargruppe St. Walburga spenden 250 € für unser Montagsangebot. Überreicht von Frau Eilerts und Frau Hanke, ermöglicht uns diese Spende, unserer Freitzeitgruppe, die sich montags im Haus der Lebenshilfe trifft, ein abwechslungsreicheres und bunteres Programm anzubieten. Die Montagsgruppe ist ein beliebter Treffpunkt für Kinder und Jugendliche mit Behinderung, um dem Trott des Alltags zu entfliehen. Zusammen mit unseren Betreuern kochen, basteln und spielen die Teilnehmer. Auch gemeinsame Ausflüge und Unternehmungen in der freien Natur stehen auf dem Programm. So ist der Montagstreff auch zu einer festen Größe gewachsen, in dem neue Freundschaften geschlossen und gepflegt werden können.

Die „Basarfrauen“ sind eine bunt gemischte Gruppe von Frauen aus der Kirchengemeinde St. Walburga, die teilweise in Gruppen, aber auch alleine, den jährlichen Basar der Kirchengemeinde organisieren und ausrichten. Der Basar bietet stets ein reichhaltiges Angebot an Kreativem und Nützlichem, wie z.B. Adventsgestecke, Arbeiten aus Holz, Filz, Stoff, Wolle, Schmuck, hausgemachte Marmelade, selbstgebackene Plätzchen und vieles mehr. Mit dem Erlös des Basars werden stets gemeinnützige Projekte unterstützt. [Basargruppe St. Walburga]

Wir möchten der Basargruppe nochmals herzlich für diese Spende danken. Nur mit Hilfe von Spendern und Unterstützern ist es uns möglich, unsere Programme für Menschen mit Behinderung anzubieten und abwechslungsreich zu gestalten. Wir danken daher jedem, der unsere Arbeit aktiv unterstützt.

 

 

Aktionstag 5. Mai 2016 „Einfach für alle – Gemeinsam für eine barrierefreie Stadt“ – Lebenshilfe Groß-Gerau e.V. nimmt teil und untersucht die Barrierefreiheit von Groß-Gerau

Aktionstag 5. Mai

Rund um den 5. Mai, den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, laden Verbände und Organisationen der Behindertenhilfe und -selbsthilfe bundesweit zu zahlreichen Aktionen zum Thema Barrierefreiheit ein. Unter dem Motto „Einfach für alle – Gemeinsam für eine barrierefreie Stadt“ setzen sich die Veranstalter für die barrierefreie Gestaltung aller Lebens- und Sozialräume ein. Dabei geht es nicht nur um bauliche Maßnahmen, sondern auch um alltägliche Aspekte wie die Zugänglichkeit von Transportmitteln und Kommunikationsmedien oder die Teilhabe am kulturellen Leben.

Die Lebenshilfe Groß-Gerau e.V. wird daher am 30.04. ab 9 Uhr im Groß-Gerauer Stadtgebiet startend an der Kreuzung Darmstädter Straße / Friedrich-Ebert-Anlage eine Befragung der Bevölkerung durchführen. Die Bürger sind aufgerufen, die Barrierefreiheit ihrer Stadt zu bewerten. Dazu können sie auf einem großen Plakat mit Klebepunkten markieren, wie weit Groß-Gerau Ihrer Meinung nach auf dem Weg zur Inklusion ist. Im Anschluss wird der Vorstand der Lebenshilfe gemeinsam mit Menschen mit Behinderung auf einer Begehung des Stadtgebietes zentrale Bereiche anhand eines Bewertungsbogens nach Zugänglichkeit einstufen.

Mit dieser Aktion will die Lebenshilfe auf bestehende Barrieren hinweisen und die Menschen dafür sensibilisieren, diese selbst zu entdecken.  Wir laden daher alle ein, sich gemeinsam mit uns für mehr Barrierefreiheit in Groß-Gerau einzusetzen.